Neuer Vorstand der FDP Stolberg

Jens Greeb gibt die Richtung vor: Ortsparteitag in Stolberg

Mit einer neuen Führungsmannschaft und viel Zuversicht ist die Stolberger FDP in das Jahr 2015 gestartet. Die anwesenden Mitglieder wählten beim Ortsparteitag in Mausbach Jens Greeb mit nur einer Gegenstimme zum Nachfolger von Claudia Schütze. Sie hatte ihr Amt bereits nach zehn Monaten zur Verfügung gestellt, weil sie die Kupferstadt verlässt und nach Frankfurt zieht.

Im Vorstand des Ortsverbands gibt es noch weitere neue Gesichter: Stellvertretender Vorsitzender ist ab sofort Armin Sallakhi, und Axel Conrads löst Annemarie Schreiber als Schatzmeisterin ab, die nach 20 Jahren aus gesundheitlichen Gründen erklärt hatte, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Beisitzer für Conrads wiederum rückt Dr. Ralf van der Brück nach und komplettiert damit die neue Führungsriege.

Auch wenn der Fokus an diesem Abend auf die Zukunft gerichtet sein sollte, war ein Rückblick auf das zurückliegende Jahr unvermeidlich – und nach wie vor mit Schmerzen verbunden. „Wir haben überall im Kreisverband 50 Prozent unserer Mandate verloren“, erklärte der Kreisvorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Städteregionstag, Dr. Werner Pfeil. Das habe allerdings nicht an einem zu schwachen Wahlkampf gelegen, wie es die scheidende Vorsitzende Claudia Schütze in ihrem schriftlichen Bericht bemängelt hatte. „Die Probleme sind uns vielmehr von oben aufgedrückt worden“, zeigte sich Pfeil mit Blick auf die Landes- und Bundespolitik überzeugt. Dass die FDP im Bundestag nicht mehr vertreten und somit außerparlamentarische Opposition ist, mache die Rückkehr zu alter Stärke bedeutend schwieriger. „Deshalb sind jetzt gerade wir an der Basis gefordert, wieder mehr Menschen von liberalen Inhalten zu überzeugen.“

Dass diese im konkreten Fall von Stolberg und der Frage nach Standorten für Windkraftanlagen in den vergangenen Tagen etwas widersprüchlich erschienen, wollte Bernd Engelhardt so nicht bestätigen. „Wir waren immer und sind auch weiterhin gegen Windräder in Waldgebieten. Aber es sind gesetzliche Normen geschaffen worden, die Privatpersonen das Aufstellen von Windkraftanlagen auf ihrem privaten Grundstück erlauben“, so der Kupferstädter Fraktionsvorsitzende mit Blick auf den Laufenburger Wald. „Wir müssen die Gesetze akzeptieren und haben deshalb in diesem Fall im Ausschuss zugestimmt.“

Zustimmung von Engelhardt gab es auch für Tim Grüttemeier. „In Stolberg geht es jetzt ganz anders zu als in den letzten zehn Jahren“, lobte der Liberale inhaltliche Schwerpunkte und Tempo des neuen Bürgermeisters und seiner Mannschaft. „Und das gilt nicht nur für die ersten 100 Tage im Amt.“ Gleichwohl müsse die FDP immer genau hinschauen. „Denn auch ein Tim Grüttemeier macht Fehler.“ Als aktuelle Schwerpunkte der kommunalpolitischen Arbeit nannte Engelhardt das Projekt Stadtrandsiedlung sowie die Umgestaltung des Kaiserplatzes und der Talachse.

Unterdessen setzt Jens Greeb für die kommenden Monate auf eine Aufbruchstimmung. Und er will erste Anzeichen dafür bereits erkannt haben. Zum Beispiel auf der neu gestalteten Homepage der Stolberger FDP. „Dort sind die Abrufzahlen von 800 im August auf 4500 im Dezember gestiegen“, freute sich der neue Vorsitzende über eine „zunehmende Wahrnehmung“. Um diese gelte es sich in Zukunft noch mehr zu bemühen – durch eine ständige Aktualisierung im Internet, vor allem aber durch inhaltliche Positionierungen. „Mehr Themen statt Köpfe“, müsse das Motto lauten, so der 37-Jährige, der am Ende des Ortsparteitages zwei strategische Ziele formulierte: den Wiedereinzug in den Bundestag 2017 und das Wiedererstarken zur dritten politischen Kraft in Stolberg bei der Kommunalwahl im Jahr 2020.

 Quelle und Foto: Stolberger Zeitung, Michael Grobusch

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