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Pressespiegel: Appell ans Land: Notfallversorgung sicherstellen

Die Stolberger haben für den Erhalt der KV-Praxis demonstriert. Online-Petition und Unterschriften-Listen im Umlauf.

Stolberg. „Irgendwann muss es  auch mal gut sein.“ Anja Rissmayer  war mit ihrem Sohn Leon bei der  Demonstration für den Erhalt der  Notfallpraxis in Stolberg mit von  der Partie. Und die beiden sind der  Meinung, dass nicht zu Lasten der  Gesundheit gespart werden darf.  So wie knapp 450 andere Bürger  auch, die am Montagabend auf die  Straße gingen und damit ein deutliches  Zeichen gesetzt haben. In  nur knapp einer Woche hat die im  Internet von Stefan Doncks gegründete  Bürgerinitiative „Notfallpraxis  für die Kupferstadt Stolberg  erhalten“ die Demonstration organisiert.

 „Wir haben drei Standbeine“,  sagte der Brudermeister der  St.-Sebastianus-Schützen Stolberg-  Mitte. Zusätzlich zur Demo gibt es  eine von Sonja Loher initiierte Online-  Petition sowie Unterschriften-  Listen, die in vielen Geschäften  in Stolberg und seinen  Stadtteilen sowie im  Rathaus ausliegen. „Das  geht alles nach Düsseldorf  zur Kassenärztlichen  Vereinigung Nordrhein“,  so Doncks.  Und die Menschen  vielleicht auch, verriet  er, denn: „Es gibt Gespräche  mit Eschweiler und  dem Kreis Heinsberg, der ja noch  schlimmer betroffen ist durch die  von der KV geplanten Schließungen  der Notfallpraxen. Vielleicht  ziehen wir gemeinsam nach Düsseldorf  und demonstrieren dort –  ich biete es auf jeden Fall an!“  Angesichts des Beschlusses der  KV Nordrhein, Notfallpraxen in  NRWzu reduzieren – in der Städteregion  sollen zwei der fünf Praxen  geschlossen werden –, sagt jetzt  auch Axel Wirtz: „Durch diemassiven  Reduzierungen droht ein Kollaps  der notfallmedizinischen Versorgung.  Vor allem in unseren  ländlichen Regionen kann für die  Menschen der Weg zur medizinischen  Notfallversorgung unangemessen  lang werden.“ Diese Menschen  dürften einfach nicht im  Stich gelassen werden. Und hier  richtet sich der Landtagsabgeordnete  (CDU) an Gesundheitsministerin  Barbara Steffens. „Ich erwarte  eine klare Positionierung. Das Ministerium  kann im Rahmen der  Rechtsaufsicht einschreiten.“  Wirtz fordert Steffens auf, den  Beschluss der KV Nordrhein zu beanstanden.  „Außerdem muss die  Ministerin endlich ein Strukturkonzept  für die Notfallversorgung  vorlegen, damit eine flächendeckende  Versorgung in allen Landesteilen  sichergestellt ist und die  Finanzierung verbessert wird“, so  Wirtz.  Und auch Stefan Kämmerling  (SPD) untermauerte seine Kritik an  diesem „ausschließlich durch betriebswirtschaftliche  Interessen  gelenkten Vorgehen der KV. Das  bewährte System in unserer Region  darf nicht zu Lasten der Bürger verändert  werden.“ Der Landtagsabgeordnete  monierte eine fehlende  Transparenz und hofft, dass der  Stolberger Aufschrei von den in  Düsseldorf sitzenden Funktionären  der Kassenärztlichen Vereinigung  gehört werde. Für ihn steht  fest. „Die Städte kämpfen gemeinsam!“ 

Quelle: Stolberger Zeitung, 04.03.2015

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