Pressespiegel: Große Aufregungumärztlichen Notdienst

In der Region werden fünf notfallpraxen geschlossen. Es gibt einen Plan, welche Praxen das betrifft – doch entschieden ist nichts.

Die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV) am Mittwochabend, in der Region Aachen, Düren, Heinsberg fünf von zehn medizinischen Notfallpraxen zu schließen, hat gestern in der Politik für einige Aufregung gesorgt. Die Entscheidung selbst war von Ärzten und Krankenhäusern so erwartet und von unserer Zeitung so angekündigt worden. Offen ist allein, welche Notfallpraxen wo geschlossen werden – und was aus den Schließungen für die Patienten folgt.

Und die Patienten?
Die vorläufige Planung der KV Nordrhein, die unserer Zeitung vorliegt, sieht vor, im Kreis Heinsberg die Notfallpraxen in Geilenkirchen und Erkelenz zu schließen, im Kreis Düren die Praxis in Jülich, im Altkreis Aachen die Praxen in Eschweiler und Stolberg. In Aachen bleibt eine Praxis erhalten.
Allerdings stellen die KV-Vertreter in den Kreisen Düren und Heinsberg und in der Städteregion Aachen klar: Welche Praxen am Ende tatsächlich geschlossen werden, sei noch keineswegs ausgemacht und werde erst in den kommenden Wochen entschieden. Und zwar nicht von der KV Nordrhein, sondern von KV-Vertretern in den Kreisen und in der Städteregion. Der Vorstand der KV Nordrhein hat zwar ein Vetorecht, doch die örtlichen KV-Vertreter erwarten, dass der KV-Vorstand ihre Entscheidung akzeptieren wird, wie immer sie dann ausfällt. Überdies werde noch das Parlament der betroffenen Ärztekammern zu der Entscheidung gehört, sagte Hans Claßen, Vorsitzender des KV-Verbandes Aachen-Stadt, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.
Auch der KV-Vorsitzende im Kreis Düren, Wolfgang Deiters, erklärte, er wisse „noch nicht, welche Notfallpraxis im Kreis Düren geschlossen wird“. Je eine zentrale Anlaufstelle im Norden des Kreises (Jülich) und im Südkreis (Düren) habe zwar Vorteile für die Patienten, die Schließung einer Notfallpraxis sei jedoch kein Weltuntergang.
 Was die Schließungen der Notfallpraxen für die Patienten vor Ort bedeuten, ist nach Auffassung von Hans Claßen ohnehin noch gar nicht absehbar. Denkbar sei, dass Engpässe in der Notfallversorgung zum Beispiel an Wochenenden mit Hilfe flexibler Praxisöffnungen von niedergelassenen Ärzten überwunden werden. All dies sei nun Gegenstand der Diskussionen in den KV-Verbänden vor Ort.
Eine Entscheidung aller offenen Fragen erwartet Claßen erst „in den nächsten Monaten“. EineUmsetzung der Beschlüsse erwartet er „nicht vor 1. Januar 2016“. Für alle Beteiligten sei also genügend Zeit, die Probleme im Sinne der Patienten zu lösen.

Quelle: Stolnerger Zeitung, 13.02.2015

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